Aktualisierung: Nenngeldobergrenzen auch für Seniorenturniere

Aktualisierung :

Nachdem die Sportwarte der Landesverbände bundesweit beschlossen haben, KEINE Nenngeldobergrenzen für Seniorenturniere festzulegen, werden auch in Hamburg und Schleswig-Holstein die Beschlüsse von 2017 aufgehoben werden.  Entscheidung muss noch in der DTB-Mitgliederversammlung und in den Hauptversammlungen der betreffenden Landesverbände bestätigt werden. 

Künftig sollen die Veranstalter von Seniorenturnieren ihre Nenngeldhöhe wieder selbst festlegen dürfen.

Der Hamburger Tennisverband und der Tennisverband Schleswig Holstein haben jetzt auch Nenngeldobergrenzen für Seniorenturniere festgelegt.

Für ein ranglistenrelevantes DTB-Turnier darf künftig im Sommer nicht mehr als 35 € Nenngeld, zzgl. 8 € DTB-Teilnehmerentgelt, erhoben werden. Die Obergrenzen berücksichtigen nicht, dass die Turnierkosten wesentlich von der Turnierdauer abhängig sind. Kosten u.a. für OSR, Platzwarte, Reinigungslräfte und Helfer sowie ggf. für Hallenreservierungen sind bei einem 7-Tagesturnier unstrittig höher, als bei einem 4-Tagesturnier.  

Die Begründung ist u.a., dass durch das DTB-Teilnehmerentgelt die Turniergebühren ohnehin schon sehr hoch geworden sind (man beachte: Beschluss der Verbände!). Außerdem sollen Kosten für Spielerabende o.ä. nicht mit dem Nenngeld erhoben werden.

Die Nationalen Deutschen Meisterschaften für Senioren, ausgerichtet vom DTB,  kosten aktuell 95 € Nenngeld (inkl. Rahmenprogramm). Das teuerste Seniorenturnier im Norden, die Usedom-Open, kosten 72 € Nenngeld (ohne Rahmenprogramm).
Mit 35 € wird man kaum die Kosten eines attraktiven und geselligen Turniers mit vernünftigen Spiegerpreisen decken können.
Die Bevormundung, die m.E. unangemessen ist, da in beiden Verbänden ohnehin keine exorbitanten Nenngelder erhoben wurden, wird möglicherweise dazu führen, dass auch Seniorenturniere künftig ohne Rahmenprogramm “abgewickelt” werden.
Welche Vereine werden noch Turniere ausrichten, wenn nicht dadurch die oft Not leidenden Club-Gastromien eine zusätzliche Einnahmequelle haben und am Ende auch die Vereinskassen kleine Einnahmen verbuchen können?
Der Gnadenstoß wird kommen, wenn ab 2019 die Veranstalter von Senioren-Turnieren auch noch die Kosten für lizenzierte Oberschiedsrichter tragen müssen (Honorar, Fahrtkosten, Verpflegung und ggf. Unterkunft.
Turniere wird es also nur noch geben, wenn zahlungskräftige Sponsoren gewonnen werden können, die den Senioren auch in den untersten Kategorien den Tennis-Spaß finanzieren.
 

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